Heute ist der 13.05.2026. Mit großen Schritten nähert sich das internationale Sportevent des Jahres – die FIFA-Weltmeisterschaft 2026, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird. Doch hier in Thailand gibt es noch einige Unsicherheiten, die die Vorfreude etwas dämpfen. Premierminister Anutin Charnvirakul hat versprochen, dass alle Spiele für thailändische Zuschauer kostenlos zugänglich sein werden. Das klingt vielversprechend, doch die Realität sieht etwas komplizierter aus.
Die Verhandlungen über die Übertragungsrechte sind noch in vollem Gange, und die Zeit drängt. Die Kosten für diese Rechte liegen bei etwa 1,3 Milliarden Baht – ein Betrag, der viele Fragen aufwirft. Bisher gibt es keine endgültige Einigung, und die National Broadcasting and Telecommunications Commission (NBTC) ist tief in die Verhandlungen verwickelt. Die Situation erinnert an die Probleme, die während der letzten Weltmeisterschaft 2022 auftraten, als viele Fans aufgrund von Streitigkeiten über die Übertragungsrechte einige Spiele nur im besten Fall mit einem schwarzen Bildschirm verfolgen konnten. Diese Erinnerungen sind alles andere als angenehm.
Herausforderungen bei den Verhandlungen
Ein großes Problem ist die Entfernung der WM 2026 von der „Must-Have“-Liste der NBTC. Diese Regel sorgte früher dafür, dass große Sportereignisse über frei empfangbare Fernsehsender übertragen werden mussten. Nun, da diese Regel nicht mehr greift, sind die Verhandlungen über die Übertragungsrechte noch schwieriger. Außerdem sind die Spiele zu unsozialen Zeiten – 12:30, 3:30 und 6:30 Uhr thailändischer Zeit – angesetzt. Das schreckt potenzielle Rechteinhaber ab, die sich fragen, ob sich der Aufwand lohnt.
Die Politiker haben betont, dass keine Steuergelder für die Übertragungsrechte verwendet werden sollen. Stattdessen wird ein Finanzierungsmodell angestrebt, das auf privaten Sponsoren und Werbeeinnahmen basiert, ähnlich wie bei der WM 2022. Damals wurden 600 Millionen Baht aus dem Universal Service Obligation-Fonds bereitgestellt, um die Übertragungsrechte zu sichern. Der Rest kam von großen Sponsoren, wie True Corp, die exklusive Rechte für Spiele erhielten und sogar rechtliche Schritte gegen rivalisierende IPTV-Plattformen einleiteten.
Die FIFA und internationale Vereinbarungen
FIFA hat bereits Vereinbarungen mit über 175 Ländern getroffen und die Diskussionen über die Medienrechte in den verbleibenden Märkten laufen noch. In Indien wurde FIFA mit einem Angebot von nur 20 Millionen Dollar für die Übertragungsrechte der WM 2026 und 2030 konfrontiert, während ursprünglich 100 Millionen Dollar gefordert wurden. Das gibt einen kleinen Einblick in die Schwierigkeiten, die die Organisation bei der Vergabe der Rechte hat.
Die thailändische Regierung ist also gefordert, schnell zu handeln, um sicherzustellen, dass die Bevölkerung die Spiele auch wirklich sehen kann. Ein Umstand, der nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die nationale Identität von Bedeutung ist. Es bleibt abzuwarten, ob die Versprechen des Premierministers Realität werden und die Fans in Thailand tatsächlich die Möglichkeit haben, das Spektakel der Weltmeisterschaft live zu verfolgen.
In der Zwischenzeit bleibt die Vorfreude auf das Event selbst ungebrochen. Die Eröffnungsfeier in Mexiko-Stadt und das Finale in New York/New Jersey versprechen unvergessliche Momente und sportliche Höhepunkte. Ob Thailand sich in dieser Zeit auch sportlich präsentieren kann, bleibt fraglich, doch die Vorbereitungen und die Unterstützung der Fans sind unverzichtbar.